's Margritli

Nicht nur Amerikaner und Deutsche verstehen was von Propaganda... neneeee, auch die Schweizer haben's da faustdick hinter den Ohren! So entstand 1940-41 der Film "Margritli und d'Soldate" (August Kerns "Marguerite et les soldats"). Dieses Margritli ist die Neuauflage der Gilberte de Courgenay aus dem 1. Weltkrieg, aber eben auf den 2. Weltkrieg zugeschnitten. So, wie die Gilberte de Courgenay im 1. WK zum Soldatenidol wurde, so wurde 's Margritli zum Schweizer Soldatenidol des 2. WK. Wie eine Marlene Dietrich für die Deutschen und später für die Amerikaner.


Aus Wikipedia - Zitat:

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Gilberte de Courgenay

Das Hôtel de la Gare in Courgenay

Gilberte de Courgenay, eigentlich Gilberte Montavon (* 20. März 1896 in Courgenay, Kanton Jura; † 2. Mai 1957 in Zürich) war eine Schweizer Kellnerin, die zum Soldatenidol wurde.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war sie 18 Jahre alt und arbeitete dann während des Krieges im elterlichen Hôtel de la Gare in Courgenay. Das nahe der französischen Grenze gelegene Dorf wurde zum Truppenstützpunkt; Gilberte bewirtete Tausende von Soldaten und Offizieren und wurde von diesen schwärmerisch verehrt. Einer von ihnen, Hanns in der Gand, dichtete über sie im Februar 1917 das Lied La petite Gilberte de Courgenay. Dieses wurde rasch populär und machte Gilberte im ganzen Land bekannt.

Im Dienste der Geistigen Landesverteidigung zur Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde Gilberte als Protagonistin eines Romans, eines Theaterstückes und zweier Filme (August Kerns Marguerite et les soldats von 1940-41 und Franz Schnyders Gilberte de Courgenay von 1941) endgültig zur patriotischen Kultfigur.

Im Film von Franz Schnyder stellt Anne-Marie Blanc Gilberte de Courgenay als arbeitsame Soldatenmutter dar, die sich um die Nöte ihrer Soldaten kümmert und sie notfalls auf ihre patriotischen Pflichten aufmerksam macht. Sie verkörpert damit das ideale Rollenbild der Frau während der Geistigen Landesverteidigung, nämlich als einfühlende, dienende Unterstützerin des Mannes, die selber stark ist und nicht weint. Das zeigt sich auch am Schluss des Filmes, als Gilberte de Courgenay auf ihren Kanonier Hasler verzichtet, um ihn dessen Berner Freundin Tilly zu überlassen. Als dies geschehen ist kann sie sich eine Träne nicht verkneifen. Sie bleibt aber - als überhöhte Madonna und patriotische Heldin - opferbereit, keusch und selbstgenügsam. Die Städterin Tilly ist im Film gereift; in den Kleidern der Gilberte gewinnt sie ihren Hasler. Auch ihr Warten hat sich ausbezahlt.

Der Film wurde nach dem gleichnamigen Roman von Rudolph Bolo Maeglin, erschienen 1939, gedreht.

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Selbstverständlich wurde auch dem Margritli ein Lied gewidmet, und wenn sich Irina ausgerechnet mit dem  Margritli-Lied,

Soundtrack Margritli-Lied
(original Soundtrack von www.daniel-schmid.com)

beim Alt-Divisionär Sturzenegger dafür bedank, dass er ihr das wertvollste seiner (angeblich) verblichenen Frau, nämlich deren Tracht, geschenkt hat, dann kann man nachvollziehen, was im Herzen des altgedienten Soldaten vor sich geht <s>.

Übrigens: Da es in der Schweiz während Friedenszeiten keine Generäle gibt, nennt man sie Divisionäre. Unser "Alt-Divisionär Sturzenegger" ist also der "General a.D. Sturzenegger".

  
Das Hôtel de la Gare
in Courgenay
  
  
 
 
 
   
 
 

 
Quelle: Stiftung Gilberte de Courgenay, Courgenay